Hallenbrand in Eckolstädt
08.04.2008



 

WASSER MARSCH: Gleich von Mehreren Seiten nahmen die Feuerwehrleute gestern den Brand in der Halle in Eckolstädt unter Wasserbeschuss.

 


 

EINSATZ: Von den Pkw, die sich in der Halle befanden, blieb nicht mehr viel übrig (o.). Der harte Einsatz machte Pausen (l.), viel technik (M.) und Absprachen erforderlich (r.).

 


 
Nichts mehr zu retten
Großfeuer in Eckolstädt


Ein Großaufgebot an Feuerwehren war gestern Morgen mit dem Löschen eines Hallenbrandes im Gewerbegebiet Eckolstädt beschäftigt. Das Werkstattgebäude war aus ungeklärter Ursache in Flammen aufgegangen, wobei ein Sachschaden von rund 50.000 Euro entstand. Am Ende blieben ein verbeultes Hallengerippe und vier Autowracks.

ECKOLSTÄDT.

Weil Mitarbeiter drei Lieferfahrzeuge noch rechtzeitig aus der Gefahrenzone schaffen konnten, erlitt die Firma Speisenversorgung Wolfgang Thomas keine Schäden. Nur wenige Meter entfernt vom Gastro-Betrieb stand nämliche eine 500 Quadratmeter große Leichtbau-Hale lichterloh in Flammen. Folge: viel Rauch und eine starke Hitzeentwicklung. Wie Geschäftsführer Wolfgang Thomas TA sagte, hatte eine Kollegin, die gerade auf Arbeit kam, das Feuer nebenan zufälligerweise entdeckt, woraufhin man gerad noch reagieren konnte. Die Ursache für das Großfeuer ist nach Auskunft der Polizeidirektion Jena noch unklar. Die Spezialisten der Kripo können erst heute ins Innere des Gebäudes, das laut Statiker einsturzgefährdet ist. Fest steht, dass sich in der Halle eine Werkstatt befand, in der offenbar regelmäßig alte Autos repariert wurden. Vier Pkw befanden sich zum Unglückszeitpunkt drin. Alle sind vollkommen ausgebrannt. Zwei weiter außerhalb wurden beschädigt. Kurz vor Ausbruch des Feuers arbeiten zwei Männer - 37 und 51 Jahre alt - an einem der Fahrzeuge. Beiden wohnen laut Polizei Apolda im Bereich Saaleplatte. Sie wurden durch die Polizei als Zeugen vernommen. Ihr Versuche, den Brand per Feuerlöscher selbst in den Griff zu bekommen, misslang. Laut Einsatzleiter Ingo Knobbe stand der Wind günstig, so dass die Rauchwolken übers Feld abziehen konnten. Trotzdem forderte die Polizei die Bevölkerung in der unmittelbaren Umgebung auf, Fenster und Türen sicherheitshalber zu schließen. Wie aus Kreisen der Feuerwehr verlautete, gab es nach Ausbruch des Feuers eine Explosion, die vermutlich durch einen Benzintank an einem der Pkw ausgelöst wurde. Dadurch zumindest habe der Brand größere Ausmaße angenommen.
8.45 Uhr waren die Wehren Apolda, Eckolständt und Wormstedt alarmiert worden. Wegen der Größe des Feuers forderte Ingo Knobbe gegen 9.20 Uhr zur Unterstützung noch die Freiwillige Feuerwehr Bad Sulza an. Nicht zuletzt deswegen, weil man vor Ort einen höheren Bedarf an Atemschutzgeräteträgern hat. Insgesamt kamen dadurch gestern Vormittag zehn Fahrzeuge und rund 50 Kameraden zum Einsatz. Von diesem wurde zum Glück keiner verletzt.
Trotzdem flog ein Rettungshubschrauber mit einem Notarzt an Bord heran. Grund dafür war laut Rettungsleitstelle ein Mann, der offenbar einen Schock erlitt und bewußtlos wurde. Nach TA-Informationen handelte es sich um den Eigentümer der Halle.
Im Gebäude vis-a-vis der zerstörten Halle, erinnert sich Saaleplatte-Bürgermeister Jörg Hammer im TA-Gespräch, war zu DDR-Zeiten eine medizinische Station der Armee untergebracht. Mitte der 90er-Jahre zog zunächst ein Strickunternehmen ein, später wieder aus. Etwa ab 2000 stand das Gebäude, an das die betreffende Halle erst vor wenigen Jahren angebaut wurde, leer. Verkaufsversuche scheiterten immer wieder. Erst vor wenigen Monaten fand sich ein neuer Eigentümer. Die Unglückshalle zumindest ist nun abrissreif.
(Artikel "Thüringer Allgemeine" vom 09.04.2008)

 


 
Vollkommen niedergebrannt ist in der vergangene Woche eine Werkshalle in Eckolstädt. Jetzt steht fest: Fahrlässigkeit war die Ursache.
Großfeuer in Eckolstädt


ECKOLSTÄDT.

Die Brandursachenermittler der Kriminalpolizei haben ihre Arbeit beendet. Demnach führt Fahrlässigkeit zu dem verheerenden Feuer, das am 8. April eine Halle im Gewerbegebiet von Eckolstädt vollständig vernichtete. Auch ein Großaufgebot von Feuerwehren konnte nicht verhindern, das dabei auch vier Pkw vollkommen zerstört wurden. Umfangreiche Ermittlungen der Kriminalpolizei Jena am Brandort selbst und die Vernehmung von Zeugen haben jetzt ergeben, dass der Brand durch das fahrlässige Verhalten der dort arbeitenden Personen entstanden ist. Bei dem Feuer in der Halle entstand ein Sachschaden in Höhe von rund 50.000 Euro.
(Artikel der "Thüringer Allgemeine")

 










Bilder privat



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