Verkehrsunfall eines Rettungswagens in der Königstraße
10.01.2008



 

REIFGLÄTTE: In der Königstraße verunglückte gestern vormittag ein Rettungswagen des DRK. Zahlreiche Schaulustige verfolgte das Geschehen.

 


 
Rettungswagen verunglückt
Reifglätte ließ die Retter beinahe selbst zu Patienten werden / Bad Sulzaer Besatzung sprang ein


Mit einer Begrenzungsmauer kollidierte gestern morgen ein Rettungswagen im Blaulicht-Einsatz, nachdem der Fahrer auf reifglatter Fahrbahn die Kontrolle über das Fahrzeug verloren hatten. Glück im Unglück - die Beteiligten kamen mit einem Schrecken davon.

APOLDA.

Zu einem Patienten mit Kreislaufkollaps wurden die Rettungskräfte des DRK gestern morgen in der Druckerei Kühn gerufen. Auf dem unteren Heidenberg, kurz vor der Einmündung zur Königstraße, passierte es: Der 30-jährige Rettungsassistent, der das Auto steuerte, verlor bei einem Überholmanöver auf reifglatter Fahrbahn die Kontrolle über den Wagen, der daraufhin gegen eine Begrenzungsmauer fuhr. Dem Fahrer saß der Schreck in allen Gliedern, hatte er doch beinahe noch eine ältere Dame umgefahren. Da er selbst und sein Beifahrer unverletzt blieben, konnten sie die geschockte Passantin gleich selbst versorgen. Um den Notfall in der Druckerei kümmerte sich der Rettungsdienst aus Bad Sulza.
An dem schon etwas betagten Auto entstand bei dem Unfall wirtschaftlicher Totalschaden. Für Rettungsdienstleiter André Bornemann tut sich indes ein ganz anderes Problem auf. Der Wagen war das Einsatzfahrzeug für den, der sich bis gestern in der Werkstatt befand. Jetzt ist die Einsatzbereitschaft wieder gesichert, es steht aber kein Reservefahrzeug zur Verfügung. Muss nun ein Wagen in die Reparatur, muss ein Leihfahrzeug ran. Das geht zwar binnen einer Stunde, kostet aber viel Geld.
Nach gegenwärtigen Stand der Dinge wird der Unfallfahrer keine Konsequenzen fürchten müssen - er fährt seit neun Jahren für das DRK und hat sich noch nie etwas zuschulden kommen lassen.
(Artikel der "Thüringer Allgemeine" vom 11.01.2008)

 




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