Garagenbrand in Wickerstedt
18.03.2008



 

RETTER-EINSATZ: Die Feuerwehren aus Wickerstedt und Apolda rückten gestern Nachmittag zu einem Löscheinsatz nach Wickerstedt aus. Am Ortsrand war die Doppelgarage von Gerold Schmidt (kl. Foto oben) in Brand geraten. Seinen 15 Schafen stieß dank Brandschutzmauer nichts zu (kl. Foto unten).

 


 
Die Schafe blieben unversehrt
Brandmauer und schneller Feuerwehreinsatz verhinderten bei Garagenbrand in Wickerstedt Schlimmeres


Großes Glück, dass keine Personen und Tiere zu Schaden kamen, hatten Gerold Schmidt und seine Lebensgefährtin gestern, als ihre Doppelgarage in Wickerstedt brannte. Ursache war möglicherweise ein vergessener Tauchsieder.


WICKERSTEDT.

Die 15 Schafe blöckten, als sei nichts passiert. In ihrem Stall, der sich kaum fünf Meter von der Brandstelle und quasi unter einem Dach mit dieser entfernt befindet, hätten sie nämlich durchaus etwas abbekommen können. Wenn da nicht die solide Brandschutzmauer gewesen wäre. Die verhinderte letztlich auch, das der Heuvorrat ein Raub der Flammen wurde. Gegen 13.30 Uhr war das Feuer in der Doppelgarage am Ortsrand ausgebrochen.
Als Grund vermutete der Besitzer Gerold Schmidt gestern einen Tauchsieder. Der 66-Jährige war hinter dem Gebäude in der Sandgrube gerade dabei, mit seiner Lebensgefährtin Gabriele Stockmaier (61) Holz zu hacken. Anschließend wollte er sich mit warmem Wasser die Hände waschen, sagte er im TA-Gespräch.
Dazu kam es allerdings nicht mehr, weil er den alten Tauchsieder nach eigener Auskunft abzuschalten vergaß, das Unglück seinen Lauf nahm.
Entdeckt habe ihr Lebensgefährte den Qualm überm Dach zuerst, erzählte Gabriele Stockmaier noch ganz aufgeregt: "Da ist es dem Gerold schlagartig klar geworden …" Umgehend alarmierten sie die Feuerwehr. Zum Glück waren sofort hilfsbereite Nachbarn da. Mit Wasser aus den Regentonnen begann man mit den ersten Löschmaßnahmen bis die Profis eintrafen, wobei wegen der recht starken Rauchentwicklung natürlich Atemschutzgeräte zum Einsatz kamen.
Apoldas Wehrleiter schätze den entstanden Sachschaden auf rund 10.000 Euro. In der Doppelgarage befanden sich neben einem Kompressor, Werkzeug sowie Rasenmäher u.a. auch eine leere Gasflasche, zwei halbvolle Kanister sowie ein 200 Liter Fass mit Öl. Der rasche Einsatz der zwei Feuerwehren verhinderte indes das Schlimmste. Auch stand der Ford von Gerold Schmidt zum Unglückszeitpunkt nicht in der Garage.
13.35 Uhr waren die Apoldaer als Stützpunktwehr zur Unterstützung der Wickerstedt Kameraden gerufen worden. Gegen 14 Uhr, so Knobbe, konnte man aber wider abrücken. Derzeit sind die Kriminaltechniker mit der Ermittlung der Brandursache befasst.
(Artikel der "Thüringer Allgemeine" von Dirk Loren-Bauer vom 19.03.2008)

 



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