Die Schafe blieben unversehrt
Brandmauer und schneller Feuerwehreinsatz verhinderten bei
Garagenbrand in Wickerstedt Schlimmeres
Großes Glück, dass keine Personen und Tiere zu Schaden kamen, hatten
Gerold Schmidt und seine Lebensgefährtin gestern, als ihre Doppelgarage
in Wickerstedt brannte. Ursache war möglicherweise ein vergessener
Tauchsieder.
WICKERSTEDT.
Die 15 Schafe blöckten, als sei nichts passiert. In ihrem Stall, der sich
kaum fünf Meter von der Brandstelle und quasi unter einem Dach mit dieser
entfernt befindet, hätten sie nämlich durchaus etwas abbekommen können.
Wenn da nicht die solide Brandschutzmauer gewesen wäre. Die verhinderte
letztlich auch, das der Heuvorrat ein Raub der Flammen wurde. Gegen 13.30
Uhr war das Feuer in der Doppelgarage am Ortsrand ausgebrochen.
Als Grund vermutete der Besitzer Gerold Schmidt gestern einen Tauchsieder.
Der 66-Jährige war hinter dem Gebäude in der Sandgrube gerade dabei, mit
seiner Lebensgefährtin Gabriele Stockmaier (61) Holz zu hacken. Anschließend
wollte er sich mit warmem Wasser die Hände waschen, sagte er im TA-Gespräch.
Dazu kam es allerdings nicht mehr, weil er den alten Tauchsieder nach
eigener Auskunft abzuschalten vergaß, das Unglück seinen Lauf nahm.
Entdeckt habe ihr Lebensgefährte den Qualm überm Dach zuerst, erzählte
Gabriele Stockmaier noch ganz aufgeregt: "Da ist es dem Gerold schlagartig
klar geworden …" Umgehend alarmierten sie die Feuerwehr. Zum Glück waren
sofort hilfsbereite Nachbarn da. Mit Wasser aus den Regentonnen begann man
mit den ersten Löschmaßnahmen bis die Profis eintrafen, wobei wegen der
recht starken Rauchentwicklung natürlich Atemschutzgeräte zum Einsatz kamen.
Apoldas Wehrleiter schätze den entstanden Sachschaden auf rund 10.000 Euro.
In der Doppelgarage befanden sich neben einem Kompressor, Werkzeug sowie
Rasenmäher u.a. auch eine leere Gasflasche, zwei halbvolle Kanister sowie
ein 200 Liter Fass mit Öl. Der rasche Einsatz der zwei Feuerwehren
verhinderte indes das Schlimmste. Auch stand der Ford von Gerold Schmidt
zum Unglückszeitpunkt nicht in der Garage.
13.35 Uhr waren die Apoldaer als Stützpunktwehr zur Unterstützung der
Wickerstedt Kameraden gerufen worden. Gegen 14 Uhr, so Knobbe, konnte
man aber wider abrücken. Derzeit sind die Kriminaltechniker mit der
Ermittlung der Brandursache befasst.
(Artikel der "Thüringer Allgemeine" von Dirk Loren-Bauer vom 19.03.2008)