Retter lernen voneinander
Zentrale Katastrophenschutzübung in Niedertrebra führte Spezialisten zusammen
Zu einer gemeinsamen Übung trafen sich Katastrophenschutzeinheiten des Landkreises
am Samstag in Niedertrebra. Miteinander und vor allem voneinander lernen, hieß das Motto.
NIEDERTREBRA.
Wer es nicht besser wusste, konnte der Meinung sein, in Niedertrebra habe sich
ein Unglück ereignet. Das war aber mitnichten so. Zwar fanden sich jede Menge
Einsatzfahrzeuge, es handelte sich aber nur um eine Übung. An der nahmen
Feuerwehren aus Apolda, Kranichfeld und Bad Berka genauso teil wie das Deutsche
Rote Kreuz Apolda mit seinem Sanitäts- und Betreuungszug. Mit von der Partie
waren beim Training nicht zuletzt die versierten Einsatzkräfte des Technischen
Hilfswerkes von Apolda.
Wie Volker Schubert im Gespräch mit TA sagte, verfolgte die zentrale
Ausbildungsübung den Zweck, dass jeder Helfer vom Spezialgebiet des anderen
lernt. Der Sachbearbeiter Katastrophenschutz beim Kreis verwies auf den
Übungsbetrieb an mehreren Stationen. Das THW baute eine Seuchenwanne auf,
während das DRK in Erste-Hilfe-Maßnahmen unterwies und die schonende Abnahme
des Schutzhelmes bei verunglückten Motorradfahrer demonstrierte. Den richtigen
Umgang mit dem Schlauchboot trainierte man an der Ilm. An einem mobilen
Gerüstsystem wurden dessen Verwendungszwecke erläutert. Wie der THW-Ortsbeauftragte
Udo Hartmann TA sagte, ist dieses technische Hilfsmittel vielseitig einsetzbar -
bei Hochwasser als Steg oder als Haltepunkt beim Abseilen.
Rund 70 Retter nahmen an der Übung teil. Weil die hungrig machte, hatten Köchin
Roswitha Schmaerse und Kollegen mit Gulasch und Klößen in der mobilen Küche vorgesorgt.
(Artikel der "Thüringer Allgemeine" vom 21.04.2008)