Fernseher fing Feuer
Rentner hatten riesiges Glück, als im Wohnzimmer nach Mitternacht Brand ausbrach
Der Schrecken stand ihnen noch in die Gesichter geschrieben. Nur knapp waren
Rudi und Brunhilde Janusch in der Christian-Zimmermann-Straße 8 einer
Brandkatastrophe entgangen, als ihr Fernsehgerät Dienstagnacht urplötzlich
in Flammen aufging.
APOLDA.
Die Rußspuren der Brandnacht waren am Wohnblock gestern noch zu erkennen.
Oberhalb des durch die Hitze gesprungenen Fensterglases im Wohnzimmer zeigten
sich schwarze Flecken auf der Fassade. In der Parterre-Wohnung von Familie
Janusch war Dienstagnacht in der Fernsehecke ein Brand ausgebrochen. Dass er
rechtzeitig bemerkt wurde, niemand zu Schaden kam, ist wohl Zufall.
Es muss so um 1.30 Uhr gewesen sein, schilderte der 72-jährige Rudi Janusch
die bangen Minuten. Nur mal aufs Klo wollte er gehen. Dabei bemerkte er, dass
aus dem Fernseher Qualm aufstieg. Sekunden später schlugen dann Flammen aus dem
Gerät.
"Ich wollte es erst gar nicht glauben, als mich mein Mann aufgeregt weckte
und sagte, dass wir sofort etwas unternehmen müssen", sagte Brunhilde Janusch,
der man die Strapazen der Nacht ansah. Vor Schreck rief sie zunächst die Polizei
statt die Wehr an. Egal, die gegen 1.45 Uhr alarmierten Kameraden waren rasch da.
Derweil gab es einen Knall, implodierte das TV-Gerät, an dem der Hausherr noch
den Stecker ziehen konnte. "Ich wollte das Ding noch aus dem Fenster werfen, aber
das war alle so heiß …", erinnert sich Janusch.
Zwar hatte der Rentner vor lauter Verzweiflung noch drei Eimer mit Wasser
auf das TV-Gerät geschüttet, um wenigstens die gute Schrankwand zu retten,
löschen indes mussten die Profis. Nach rund zehn Minuten war das erledigt.
Januschs waren da längst raus aus dem Haus, die anderen Mieter nicht gefährdet.
In einem Polizeiwagen wartete man anschließend ab. Später wurde der Fernseher,
von dem nur noch ein verkohlter Haufen übrig ist, vor die Tür geräumt.
Laut Polizei war eine Evakuierung des Eingangs nicht nötig. Januschs kamen für
die Nacht bei Verwandten unter. In ihrer Wohnung muss nun renoviert werden. Die
Gardinen sind hinüber, überall ist Ruß. Und der Gestank vom Brand ist allgegenwärtig -
auch im Treppenhaus. Mitarbeiter einer Reinigungsfirma hatten dieses gestern bereits
von den gröbsten Verunreinigungen befreit, während Malermeister Steffen Mailand schon
mal die Schäden an den Zimmerwänden begutachtete.
(Artikel von Dirk Lorenz-Bauer der "Thüringer Allgemeine" vom 30.10.2008)