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Bismarckturm sollte schwimmen
Jugendfeuerwehr bastelte Modell fürs Lichterfest / Apolda, Moorental und Zottelstedt bei Löschangriff
Aufregende Tage haben die Jugendfeuerwehren aus Apolda, dem Moorental und
Zottelstedt hinter sich. Nicht nur als Vorprogramm der Apoldaer Stadtmeisterschaften
im Löschangriff durften sie ihr Können unter Beweis stellen. Zum Lichterfest
in der Herressener Promenade ließen die Apoldaer gar einen Bismarckturm zu Wasser.
APOLDA.
Vor einer Kulisse, wie sie die Apoldaer Stadtmeisterschaft am Rande der Festwiese
bot, dürfen die jungen Feuerwehrmänner und -frauen wohl nur selten ihr Können
zeigen. Die Mannschaften aus Aplda, Zottelstedt und Moorental flitzten gleich
zu Beginn des Nachmittags auf dem Parcous um die Wette, wurden vom Publikum
kräftig angefeuert und durften anschließend auch alle stolz einen Pokal mit
nach Hause nehmen. Die Zeiten der einzelnen Teams wurden hier mit Absicht nicht
genommen, um den Spaß am Dabeisein nicht gegen allzu frühes Konkurrenzdenken
einzutauschen.
Jüngste Teilnehmerin des Wettkampfes war Verena Urbach, die Tocher des
Moorentaler Wehrleiters Frank Urbach. Die Neunjährige, die seit drei Monaten
bei der Jugendfeuerwehr ist, sprang kurzfristig für ihre Schwester ein und
rettete die Familientradition. Nach Kräften unterstützt wurde sie auf der
Bahn von ihren älteren Mannschaftskollegen.
Nicht nur am Samstagnachmittag zeigte sich der Apoldaer Brandschutz-Nachwuchs
aktiv. Wenige Stunden später brachten sie sich neben der Grundschule
Herressen-Sulzbach und der Bergschule mit Teelicht-Figuren zum Lichterfest
in der Herressener Promenade ein. Sie erschufen an Rand des Friedensteiches
den Bismarckturm als knapp zwei Meter großes Modell - die Zinnen mit Teelichtern
besetzt.
"Drei bis vier Wochen haben wir daran gebaut", erläuterte Jugendwart Marco
Erfurth, der sich mit zwölf Mädchen und Jungen der Apoldaer Wehr auf das
Projekt gestürzt hatte. Viele Stunden in der Ausbildung und Freizeit opferte
die Gruppe. Auf dem Turm, der vor Ort aus drei Teilen zusammengesetzt wurde,
finden insgesamt 137 Kerzen Platz. "Eigentlich hatten wir geplant, den
Turm auf seiner Bodenplatte auf dem Teich schwimmen zu lassen", erläuterte
Erfurth. Doch jedesmal, wenn er ein kleines Stück vom Ufer weg war, blies
der frische Wind die Teelichter aus. "Im nächsten Jahr werden wir es aber
schaffen, ihn schwimmen zu lassen", gaben sich alle Beteiligten zuversichtlich.
(Artikel von Michael Hock "Thüringer Allgemeine" vom 08.06.2005)
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