| |
"Wir sind alle Profis"
Brandschützer aus der US-Partnerstdt Rapid City besuchten ihre Apoldaer Kollegen
Neun Tage lang besuchten Feuerwehrleute aus der amerikanischen Partnerstadt
Rapid City Apolda. Inzwischen sind sie wieder zuhause gelandet - das
Gepäck voll von Erinnnerungen und Gastgeschenken.
APOLDA.
Gary Shepherd ist ein Mann mit gepflegten Manieren. "Ich liebe Apolda wegen
der Leute, die hier leben", sagt der Fire-Chief der Amerikanischen Parnterstadt.
Und man merkt ihm an, dass der Satz keine Floskel ist, sondern von Herzen kommt.
Nicht umsonst ist er schon das zweite Mal über den großen Teich geflogen,
um Apolda zu besuchen.
13 amerikanische Gäste, ausnahmslos Feuerwehrleute und meist in Begleitung
ihrer Partnerinnen, erlebten bei ihren Kollegen in der Partnerstadt neun
erholsame Tage. Und verbunden mit allem ,was die Region liebenswert macht:
Einem Bummel über den Zwiebelmarkt, einem Besuch des Bockbieranstiches,
eine Ganztagestour ins historische Dresden, einen ausgedehnten Einkaufsbummel
in der Messe-Metropole Leipzig, einer Besichtigung von Krankenhaus,
Polizei und Brauerei in Apolda und einem zünftigen Ritteressen auf der
Rudelsburg. Vorallem letzteres hat den Amerikanern gefallen - mangels eines
"eigenen Mittelalters". Immerhin ist Rapid City mit seinen rund 100 Jahren
noch relativ jung.
Untergebracht waren die Fire-Fighters bei Apoldaer Gastfamilien - und wurden
auch wie Familienangehörige behandelt. Das spürte auch der Außenstehende
beim Abschiedsabend im Saal an der Bernhardstraße. Dort wurden in einer
rührenden Zeremonie Geschenke ausgetauscht. Bierkrüge und -werbeschilder,
Zwiebelzöpfe gab es von der einen Seite, Erinnerungsmedaillen, Jahresberichte
und Bilder auf der anderen. Apoldas Stadtbrandinspektor Ingo Knobbe erhielt
ein ganz besonderes Präsent: Die komplette Paradeuniform eines amerikanischen
Fire-Chief. Gary Shepherd, der echte Chief, hatte auch noch ein besonderes
Lob für die Apoldaer Feuerwehrleute parat. Auf die Frage, worin der
Unterschied zwischen den amerikanischen Profis und ihren freiwilligen
Kollegen in Apolda besteht, antwortete er: "Wir sind alle Profis,
weil Feuer überall auf die gleiche Art entsteht und auf die gleiche Art
bekämpft wird. In Rapid City sind wir Profis, weil die Amerikaner ihre
Feuerwehr so sehr lieben, dass sie sie bezahlen. Und in Apolda sind es
Profis, weil sie ihre Arbei so lieben."
(Artikel der "Thüringer Allgemeine" von Klaus Jäger)
|
|