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Ein Besuch in der Partnerstadt Rapid City
vom 28.09. bis 07.10.2007
Diese Reise brachte für uns viele eindrucksvolle Erlebnisse. Bereits
im Mai erfuhren wir, welche Gastfamilien uns beherbergen werden.
Einige von ihnen waren uns bereits aus früheren Treffen bekannt.
Aber auch ein paar neue Namen waren dabei:
Olaf Mohring wohnte bei Scott und Jami Jungck,
Heiko Mohring wohnte bei Harry und Greta Chapman,
Jens Fischer wohnte bei Trevin Smeenk,
Silvio Buschmann wohnte bei Jeff und Tammy Haberstroh,
Thomas und Carola Ebert wohnten bei Mark Kirchgesler und Melissa Johnson,
Steffen Marquart wohnte bei Larry und Denise Rossum,
Andre Vollrath wohnte bei Galen und Shana Huebner,
Karsten Brähler wohnte bei Richard und Sally Broderick.
Uns angeschlossen hatten sich Jürgen Rechenbach als Dolmetscher
(bei Dan und Silvia Ladenburger sowie bei Ron und Vivian Jorgenson) und
Helga Löwlein als Vertreter der Stadtbibliothek (bei David und Jennifer Utter).
Gleichzeitig mit uns sollte je eine Gruppe Polizisten und Vertreter des
Robert-Koch-Krankenhauses nach Rapid City reisen.
Auf uns wartete ein Programm mit vielen Highliths wie zum Beispiel das
Buffalo Round Up im Custer State Park, das Mt. Rushmore National Memorial,
das Crazy Horse Memorial, Mammoth Site sowie eine Wind Cave Tour. Was sich
genau dahinter verbirgt, wussten nur die Reiseteilnehmer, die schon einmal
in der Partnerstadt weilen durften.
Am Freitag, dem 28. September 2007, machten wir uns - z.T. mit gemischten
Gefühlen - auf die Reise in den "Wilden Westen". Vor uns lag ein langer
Flug mit Umsteigen in Detroit und Minneapolis. Nach über 27 Stunden war es
endlich geschafft und wir waren es auch ....
Ein herzlicher Empfang durch die Gastfamilien ließ die Strapazen jedoch
schnell vergessen. Mit ihnen sollten wir eine erlebnisreiche Woche
verbringen.
So hat bereits am ersten Tag das Trail Riding bei uns einen bleibenden
Eindruck hinterlassen. Waren wir anfangs noch skeptisch, fanden wir doch
nach kurzer Zeit Gefallen und viel Spaß an der Fortbewegung hoch zu Ross.
Für uns unvorstellbar war bis dato, dass man mal einfach so zum
Zeitvertreib zu Gewehren und Pistolen greift. Also machten wir am
Sonntag ausgiebig von der Gelegenheit Gebrauch und schossen so manche
Tontaube auf Dans Grundstück ab.
Eine Überraschung hatten die Besitzer des Caputa Store vorbereitet.
Ein riesengroßes Plakat war zu unserer Begrüßung aufgehängt.
Ein langer Tag erwartete uns am Montag. Bereits um 5:15 Uhr trafen wir
uns an der Main Station (gemeinsam mit der Gruppe Polizisten und den
Vertretern des Krankenhauses). Unser Ziel war der Custer State Park.
Hier findet alljährlich um diese Zeit das Buffalo Round Up statt. Es ist
ein Spektakel, das Tausende Zuschauer anlockt und nur frühes Erscheinen
gute Plätze in der Prärie-Arena sichert. Bis wir die ca. 1.500 Tiere
zählende Büffelherde jedoch zu sehen bekamen, war Geduld angesagt. Das
Schauspiel selbst war dann recht schnell vorbei. Die Tiere waren im
Gatter zusammengetrieben und die Zuschauer machten sich entweder auf
den Heimweg oder gingen zum Ende des Gatters, wo die eingefangenen Büffel
geimpft und sortiert wurden. Leider trieb uns ein starker Wind den
trocknen Präriestaub nicht nur in die Augen. Also traten wir den
Rückzug an und fuhren nach Keystone.
In historischen Kostümen posierten wir unter professioneller Regie zu
einem Gruppenfoto...
Ein weiteres Gruppenfoto, allerdings in Uniform, gab es am Abend in der
Apolda Street, bevor wir gemeinsam mit den anderen beiden Gruppen im
Rathaus von Bürgermeister Alan Hanks empfangen wurden. Dieser würdigte
in einer kurzen Ansprache die Bedeutung der Städtepartnerschaft und
überreichte uns anschließend je eine Urkunde, die uns als Ehrenbürger
von Rapid City ausweist.
Ein gemeinsames Abendessen im Fire House ließ diesen langen Tag
ausklingen.
Für Geburtstagskind Olaf Mohring gab es noch eine Überraschung ...
Ein weiteres Highlith erwartete uns am folgenden Tag. Unser Ziel war das
Mt. Rushmore National Memorial. Wir sollten die Möglichkeit bekommen,
unter Führung eines Rangers auf die Köpfe der Präsidenten zu gehen.
Leider durchkreuzten Regen und kalter Wind diese Pläne. Der Aufstieg
wäre zu gefährlich geworden. Also änderten wir nach kurzer Beratung
das Programm und fuhren zu den Badlands.
Viel Spaß gab es bei einem kurzen Stopp in Senic.
In den Badlands erlebten wir, übrigens bei Super-Sonnenschein, phantastische
Aussichten auf eine grandiose Landschaft.
Am Mittwoch holten wir unseren Aufstieg zu den Köpfen der Präsidenten des
Mt. Rushmore nach. Nach ein paar Formalitäten, die für die Sicherheit
notwendig waren, machten wir uns mit zwei Rangern an den Aufstieg. Hierbei
kam so mancher von uns ganz schön ins Schwitzen! Aber die Anstrengung
hat sich gelohnt. Wir genossen das Privileg eines Ausblickes über die
Black Hills aus luftiger Höhe vom Hinterkopf George Washingtons aus.
Größer als dieses Monument wird einmal das von Crazy Horse, dem
Indianerhäuptling. Nach einem Film im Visitor Center konnten wir uns
über den Stand der Arbeiten vor Ort informieren.
Am Nachmittag dieses Tages ging es futuristisch weiter. Wir waren im
Fire Department der ELLSWORTH Air Force Base angemeldet. Der
11. September 2002 ist schuld, dass erhöhte Sicherheitskontrollen
vor dem Besuch des Geländes erfolgen. Nach kurzer Information und ein
paar Geschenken durften wir die Feuerwache und die moderne Technik
inspizieren. Fotos waren nur innerhalb der Garage erlaubt.
Am Abend tauchten wir in "Fort Hayes" bei einem Chick Wagon Dinner
und Country - Musik in die Welt der Cowboys ein.
Einen Einblick in die Geschichte des Kontinents erhielten wir am
Donnerstag bei einem Besuch im Mammoth Site, einer Ausgrabungsstätte
von versteinerten Fossilien.
Noch weiter in die Geschichte ging es anschließend bei einer Tour in die
Tiefe der Wind Cave.
Der Weg zurück nach Rapid City führte uns durch den Custer State Park
und über den Needles Hwy - eine wunderschöne Naturkulisse! Dabei bekamen
wir nicht nur wilde Büffel, Antilopen und possierliche Streifenhörnchen vor
die Kameras.
Dass die Zeit viel zu schnell vergangen war, wurde uns bewusst,
als am Freitag die offizielle Abschiedsfeier auf dem Plan stand.
Am Vormittag besuchten wir noch die verschiedenen Fire Stations der Stadt
und lernten deren Einsatzaufgaben kennen.
Zu einem Besuch im Wilden Westen gehört auch ein Einblick in die Welt der
Ureinwohner. Bei einem farbenprächtigen Pow Wow hatten wir Gelegenheit dazu,
auch wenn wir die Regeln nicht so recht verstanden...
Offiziell wurde es anschließend. Fire - Chief Gary Shepherd empfing uns.
Er würdigte die Bedeutung der Städtepartnerschaft und bedankte sich für
unser Kommen. Nachdem wir jeder ein Geschenk erhalten hatten, nahmen wir
Aufstellung zu einem Gruppenfoto.
Zusammen mit den Gruppen der Polizei und des Krankenhauses sowie mit
unseren Gastfamilien und Mitgliedern des Partnerschaftsvereins von Rapid
City trafen wir uns am Abend zur gemeinsamen Abschiedsveranstaltung.
Eine besondere Ehre wurde Jürgen Rechenbach zuteil. Die Stadt widmete
ihm diesen Tag. Sie erklärte den 5.Oktober zum "Jürgen Rechenbach Tag".
Damit wurde sein Engagement für die Entwicklung der Städtepartnerschaft
zwischen unseren Städten gewürdigt.
Den letzten Tag verbrachten wir individuell mit unseren Gastfamilien.
Bei einem gemeinsamen Abendessen im Fire House bedankten wir uns bei
ihnen für eine wunderbare Zeit. Wir konnten eine Woche mit alten und
neuen Freunden verbringen und viele schöne und interessante Dinge erleben.
Sie gewährten uns einen Einblick in ihren Alltag und selbst
Sprachunterschiede spielten dabei keine Rolle. Wo die Worte fehlten,
halfen Wörterbuch, Hände und Gesten weiter.
Auch wenn wir es nicht wahr haben wollten, war am Sonntag die Zeit des
Abschieds gekommen. Die Abfertigung am Flughafen verlangte uns zu früher
Morgenstunde viel Geduld ab. Das Personal war sichtlich überfordert und
wir starteten mit über einer Stunde Verspätung nach Minneapolis. Das
wiederum hatte zur Folge, dass unser planmäßiger Anschlussflieger nach
Detroit weg war. Also erhielten wir Tickets für die nächste Maschine.
In Detroit hatten wir genug Zeit zum Umsteigen. Wir starteten und
landeten am nächsten Morgen in Frankfurt pünktlich. Für die letzte
Etappe standen schon drei Fahrzeuge der Apoldaer Feuerwehr bereit,
die uns - müde und geschafft - nach Apolda brachten.
Nun bleibt uns nur die Erinnerung und die Hoffnung auf ein Wiedersehen....
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